I am sooo sorry
Wie ihr sehen könnt, habe ich mich ziemlich nicht mehr gemeldet.. In Russland hatte ich einfach keine Zeit mehr und dann war es soooo unglaublich überraschend für mich, dass man in China nicht bloggen kann. Jaja, kein Plan von nix, aber hauptsache ne Weltreise machen.
Jetzt bin ich jedenfalls auf Lombok, Indonesien. Ich warte darauf, dass meine Bilder in der Dropbox hochladen. Etwas über Indonesien erzähle ich später, auch weil ich in meiner Zeit hier kaum was erlebt habe. Stattdessen gibt es Lektionen über das Leben für mich (aka "nimm bei deinem Hauttyp gefälligst höhere Sonnencreme als 30, wenn du eine Surfstunde über Mittag hast und danach nicht an Sonnenbrand sterben bzw 2 Wochen lang leiden möchtest" und "die Kombi aus zu schnell in die Kurve und Unaufmerksamkeit ist generell eine schlechte Idee; vor allem wenn du eh keine Ahnung von nix hast")
Naja, immerhin bin ich am Leben und habe kaum Ausgaben. #immerschönpositivbleibenauchwenneswehtut
Jetzt geht es jedenfalls weiter, aber ohne detaillierte "Das habe ich gemacht, da war ich"-Berichte. Aus offensichtlichen Gründen ;)
Still Russia
Krasnoyarsk und Irkutsk waren um ehrlich zu sein vor allem auch kalt. Ich hatte tolle Hosts, und in Irkutsk habe ich mir noch mal so richtig gegönnt: Friseur-Besuch (meine wunderschönen und sehr fehlenden türkisen Spitzen sahen gegen Ende echt grausig aus und waren beinahe verfilzt) sowie Pediküre und so Zeug.
Der Flug nach Peking war ok. War halt über Nacht und so. Hier jedenfalls ein paar Bilder.
Dazu muss ich sagen, dass ich unglaublich stolz war, diesen Berg heraufgekraxelt zu sein. Es war unglaublich rutschig, steil und anstrengend. Auch wenn man das hier nicht so sieht ;/
Ein Auto hat jedenfalls ca. 10 Minuten und ungefähr Drölf Versuche gebraucht.
Manches ändert sich hier nie.
Ich bin nicht stolz drauf, aber ich habe es tatsächlich geschafft, den Schlüssel meines Hosts in Irkutsk abzubrechen. Ist Gott sei Dank glimpflich abgelaufen; keine neue Tür. Trotzdem kein Wunder, dass ich von Damir keine Reference bekommen habe.
(Achanti, rate mal, welches Buch das ist! :b)
Eine Art Fazit
Insgesamt fand ich meine Zeit in Russland sehr schön. Es war ein bisschen wie Heimat-Urlaub, vor allem weil ich fließend Russisch spreche (jedenfalls meistens... Und wenn mir nicht gerade DAS EINE Wort, dass mir auf Deutsch und Englisch einfällt, fehlt) und die Kultur ja auch ziemlich ähnlich ist..
So war das ein guter Einstieg ins Reise-Leben. Anders, aber nicht zu überfordernd.
Die Russen haben ihrer Berichterstattung sei Dank eine vollkommen verdrehte Sicht von der Flüchtlingskrise in Deutschland/Europa.. Aber meistens verliefen die Gespräche ziemlich positiv, ich habe uns würdig und antifaschistisch vertreten. ;)
Ich finde es auch überraschend, dass viele Paare jung heiraten und Kinder kriegen. In Deutschland ist das in unserer Generation nicht mehr so der Fall; zumindest meiner subjektiven Sicht nach.
Ich habe im Nachhinein leider nur eine ungefähre Vorstellung, wie viel Geld ich ausgegeben habe. Aber es war wenig, Couchsurfing sei Dank!
Die Ernährung... Tja, sehr Fleischlastig! Fleisch und Fisch sind da günstiger als Gemüse (Traurig, ich weiß). Dazu gleich ein Geständnis: Ich esse Fisch. Seit Russland, wenn jemand für mich kocht. Ich finde, man muss abwägen, zwischen moralischen Überzeugungen, Bequemlichkeit und Höflichkeit/Respekt. Ich würde nach wie vor jederzeit eine vegane Mahlzeit vorziehen, aber wenn mein Host für mich kocht, esse ich das. Wenn ich kann. Vor Fleisch ekel ich mich, aber Fisch und Meeresfrüchte gehen in einem solchen Fall. Meiner Meinung nach sollte man als Gast Respekt und Höflichkeit zeigen, und in den von mir bereisten Regionen kennt man Veganismus/Vegetarismus einfach noch kaum. Da mache ich keine Schwierigkeiten.
Homophobie. Die Leute, mit denen ich darüber gesprochen habe, hatten kein Problem mit Homosexuellen, Aber das muss nichts heißen.. Fakt ist jedoch, dass ich in Kaliningrad einen offensichtlichen Gay-Club gesehen habe. Just sayin´.
Ich habe genau einen Backpacker in ganz Russland gesehen.. Ein Amerikaner, der in St. Petersburg studiert und auch die Transsib gefahren ist.. Witzigerweise haben wir uns in Irkutsk wieder gesehen, bzw habe ich ihn am Akzent erkannt :D
So ziemlich alle älteren Leute waren von meiner Herkunft (Deutsch? Waaaas?) begeistert und haben mir erzählt, wie toll das Land ist. Oh, und das Auto hier ist ja auch Deutsch!
Aber das ist vielleicht auch eine internationale Sache..
Die Werbung! Teilweise haben sie noch Plakate im Propaganda-Stil! Ich liebe das! Eines habe ich sogar in der Polizei-Wache gesehen. Da wurde jeder Vorwurf der Korruption abgestritten.. Leider habe ich mich nicht getraut, ein Bild zu machen.
Etwas, was mir in China aufgefallen ist: Ich habe um einiges mehr Russen als Deutsche getroffen. Vielleicht, weil Erstere offener sind, vielleicht wegen dem einfacheren Visum für sie.. Ich weiß es nicht. Fand ich aber überraschend.
Tipps?
Russisch können. Ernsthaft. Ich weiß nicht, ob ich das Reisen durch Russland jemandem ohne Sprach-Kenntnisse empfehlen würde.. Denn auch bei den jungen Menschen hier sind die Englisch-Kenntnisse meist sehr schlecht; einfach weil die Übung fehlt und der Unterricht da ganz anders aussieht als bei uns. Aber hey, wird schon schief gehen! Im Zweifel einfach alles aufschreiben lassen.
Ich habe alle eine Requests bei Couchsurfing auf Englisch geschrieben, aber explizit erwähnt, dass ich russisch spreche. Zumindest lesen können einige also, schließlich hatte ich überall einen Host ;)
Da eignen sich mMn vor allem Public Trips; da bin ich eh ein Fan von!
Im Winter warm anziehen (jap, ich musste mir was nachkaufen..)
Transsib:
Keine Angst vor der Platzcard (3. Klasse)! Ich bin leider erst spät "umgestiegen"; aber der Komfort geht echt klar. Ok, meistens. Und ich würde möglichst "innen" ein Bett nehmen, da hat man mehr Platz. Unten ist einerseits bequem, andererseits setzen sich da aber auch andere Menschen hin.
In der Transsib auch auf jeden Fall Teebeutel, kaltes Trinkwasser (das "Trinkwasser" da schmeckt grausig) und Essen mitnehmen! Ich hatte Couscous, Tütensuppen (dabei aber bitte auf die Zubereitungsart achten... ich Genie hatte welche dabei, die man 10 Minuten oder länger köcheln lassen muss. #Bravo), Müsliriegel u. Ä. dabei..
Ansonsten das Übliche: Spontan, Offen und Neugierig sein - und auf´s Beste hoffen! ;)
Das ist um ehrlich zu sein das, was mir spontan noch so einfällt. Bei Fragen etc stehe ich natürlich sehr gerne zur Verfügung!
Bis dann!














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